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Gulasch für MacPom

Das Telefon läutet und am Apparat ist Gina Wild. Bevor sie richtig zu schnattern beginnen kann, falle ich ihr ins Wort und sage: Michaela, ich habe keine Zeit!"

So ist es ja oft, das Bekanntschaften, die unter Zuhilfenahme von Alkohol entstanden sind, dem nüchternen Auge des Betrachters nicht Stand halten können und einfach nur nerven. So auch bei Gina. "Bitte ruf mich nie wieder an. Ich lege jetzt auf", rate ich ihr noch hinterher und schon liegt mein Telefonhörer wieder auf seinem ihm angestammten Platz.

Bloß keine Ablenkung jetzt! Viel zu spannend ist es, was gerade in der Welt passiert und was das Fernsehen dazu berichtet.

Der Putsch in Thailand, der so schlimm ja nicht war, konnten die meisten den Präsidenten sowieso nicht leiden. Und die deutschen Touristen sind eh der Meinung, das im Puff oder auf dem KKinderstrich zuviel Demokratie nur stört. Und in Ungarn steht die Revolution kurz bevor, zumindest gehen tausende Nacht für Nacht auf die Straßen um zu demonstrieren und die Kreuzberger 1.Maikrawalle auf ungarisch zu imitieren. Und alles nur, weil der ungarische Präsident vor laufenden Kameras zugegeben hat, dem Volk vor der Wahl falsche Versprechungen gemacht bzw. es belogen zu haben. Man merkt, daß in Ungarn die Demokratie noch sehr jung ist. In Deutschland würde es nur ein müdes Lächeln hervorrufen, wenn Angela Merkel bei Sabine CHristiansen zugeben würde, das sie im Wahlkampf gelogen hat. Manch einer würde vielleicht noch rufen: "Ich habs doch schon immer gesagt bzw. gewusst!" Tja Ungarn, irgendwie süß.

Was dagegen überhaupt nicht mehr süß ist, sind so manche Reaktionen auf die Rede des Pontifex. Kirchen abfackeln ist ja noch ok, aber spätestens nach skandinavischem Death-Metal ein alter Hut und nicht mehr wirklich spannend, aber gleich eine Nonne erschiessen? Mann kennt das ja, die heißblütigen Muselmänner. Wahrscheinlich hatte das aber gar nichts mit dem Pontifex zu tun, sondern der herr Muselmann dachte vielmehr, das die Nonne eine Muslima war (liegt nahe, da zwischen einer Nonnenkluft und einer Burka kein so großer Unterschied besteht), die unverschleiert durch die Straßen spazierte und darüber eschauvierte sich der Muselmann so sehr, das er den REvolver zückte und die Ehre Allahs verteidigte. Das kann ja schon mal passieren, so eine Verwechselung.

Wie in MacPom, wo 7% eigentlich den Protest wählen wollten und ihr Kreuzchen dann bei der NPD machten. Aber auch das sollte man entschuldigen, schließlich ist die Demokratie auch in der ehemaligen Zone noch sehr jung und der unterkühlte Nordostdeutsche ist dann doch nicht so hitzig wie die randallierenden Ungarn. Der unterkühlte Nordostdeutsche geht nur auf die STraße, um sich bei Aldi oder dem nächsten Kiosk Bier zu kaufen und um unterwegs ein paar Kanacken zu klatschen. Da wurde die Demokratie und vor allem der Pluralismus noch nicht so recht verstanden. Die Ossis halt...

                             Falk Fatal, Wiesbaden, den 11.10.2006
 

17.11.06 08:38
 


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