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UND ES GEHT SCHON WIEDER LOS

genau genommen  letzten samstag, als mir bei dem verzerr eines übelst leckeren vollkorn müslis, die füllung aus der fresse fiel. gut das mir dies genau vor dem feiertagschaos passierte.

egal, der nerv ist tot, ich verspüre keinen schmerz. heute war ich bei meiner zahnärztin und nachdem circa acht augen in meinen rachen blickten, wurde klar, demnächst sehe ich aus wie der beißer.! noch mehr silber in mein maul!

meine krohne wird in china gefertigt werden. endlich ein könig!

heißt für mich, demnächst keine zahnpasta mehr, sondern politur. aber egal, wenn es der zahnpflege dient. 

aber weg von den zähnen, hin zur szene. har har. gestern hatten wir ja die lesung und das war echt cool. über zwei stunden wollte uns das gut gefüllt cafe klatsch ertragen. danke.

und sonst? ja, prima. das bier fließt leider öfter, als die worte. aber gerade, ist das egal. zwischen den jahren, ist es das beste diesen gesellschaftlichen ausnahmezutand, zwischen besinnlichkeit und feuerwerk geballer zu überbrücken.

23 bier später sitze ich hier, den bad taste abend im klatsch hinter mir. höre gerade die gelungene aufnahme der lesung und freu mich.

immerhin der zweite tag hintereinander, an dem ich mit einem grinsen penne gehe.

das ist doch einiges! 

 

 

29.12.06 01:40


HEUTE ABEND LESUNG IM CAFE KLATSCH!

Punkrock-lesung und spoken word poetry!

Ein Abend voller Punkrock und Poesie. Geschichten aus dem After der Gesellschaft. Jede Zeile ist infiziert vom Terror des deutschen Albtraums. Sie artikulieren die Ängste und Agonien einer nach hundertausenden zählenden Minorität im Niemandsland zwischen brutaler Entmenschlichung und ohnmächtiger Verzweiflung. Es lesen die unnachahmlichen MÖB MAßLOS, JENS JEKEWITZ  und FALK FATAL.


Beginn 20.30 Uhr
Eintritt frei.

P.S. Der Slam letzte Woche verlief wider Erwarten sehr gut. Bin Zweiter geworden. Hätte ich selbst vorher nicht geglaubt.

 

27.12.06 10:34


MORGEN GRAND SLAM

im Schlachthof Wiesbaden. Hingehen. Wird toll. Übrigens mit mir.

Lohnt sich also 

19.12.06 01:19


MEIN GEILSTER TAG

 hätte das eigentlich werden können. Morgens brachte ich endlich, wenn auch nach zu wenig Schlaf, meine Magisterarbeit ab. Endlich, nach sechs Monaten schreiben, ein wirklich geiles Gefühl. Was mir da für ein Felsblock vom Herzen fiel, unglaublich.

Grund genug um mich selbst zu beschenken. Also ab ins Number Two, wo ich die Super Black Market Clas h Triple Ten Inch erstand. Zu einem unglaublich geilen Preis.YEAH!

Ich war noch in Frankfurt, genauer gesagt in der B-Ebene des HBFs, als mich Andy anrief und mir mitteilte, das die FRONT Platten da sind. YEAH, YEAH und nochmals YEAH!!!

Zuhause angekommen, die FRONT Platten bewundert und gleich angehört. HAMMER!

Und dann Abends noch Turbostaat und Nein Nein Nein in der Öttinger Villa. Die Zeichen standen eindeutig auf Endorphin pur!

Und dann die Autofahrt. Unspektukalär, bis wir auf einmal diese eine Kreuzung passierten und uns ein Pizzataxi voll in die Seite krachte. Zwei Totalschaden. Meine rechte Schulter schmerzte ein wenig. Sicher geprellt, dachte ich und nachdem die Autos abgeschleppt waren zogen wir weiter in die Villa. Dort auch gleich eine Rückfahrgelegenheit ergattert und ab dafür. Geiles Konzert , von Nein Nein Nein leider nur noch ein Lied, Turbostaat geil wie immer, dann nach Hause, ab ins Klatsch und noch richtig abgestürzt.

Am nächsten Tag schmerzt die Schulter immer noch. Und hat auch eine hübsche kleine Schwellung. Ob ich mal besser zum Arzt gehe? Na gut. Der röngt die Schulter und stellt fest: Kapselriss in einem der Schulterbänder. Prompt bekomme ich einen Rucksackverband und die Auflage die nächsten Wochen, die rechte Schulter nicht zu belasten, was garnicht so einfach ist, wenn mal Rechtshänder ist.

Shit! Nun bin ich einarmiger Bandit, oder so.

Naja, geil wars trotzdem. Und manchmal gibt´s ja auch am schönsten Sommertag einen kurzen Schauer, oder nicht? 

17.12.06 02:25


MODERN TALKING REUNION

Dieter Bohlen wollte wohl noch mal, aber danke Thomas! Es wird nix mit der Reunion. Sein O-Ton: "Ein Comeback von Modern Talking ist reine Phantasie von Herrn Bohlen. Das Thema ist vorbei. Endgültig." Danke Thomas! Tote Kälber sollte man auch lieber in Kalbsfilet verarbeiten...
30.11.06 00:21


Das eine will ich Dir noch sagen...

Als sie von der Arbeit nach Hause kam, sah sie wie die beiden am Küchentisch saßen und sich gegenseitig anschrieen. Ihr Tag war schon anstrengend genug gewesen. Acht beschissene Stunden hatte sie damit zugebracht, wildfremde Menschen dazu zu bringen ein Gespräch mit ihrem Kundenberater zu führen. „Wie sie ja bestimmt wissen, hat sich seit dem 1.1. die Gesetzeslage zu Vermögenswirksamen Leistungen geändert. Unser Kundenberater würde sie hierüber gerne aufklären und sie darüber hinaus über die für sie entstehenden Vorteile informieren. Wann hätten sie denn Zeit?“ Wie sie diese Sätze und  diese Arbeit hasste. Und jetzt saßen die zwei auch noch hier rum und stritten sich über irgendwelchen Dünnschiss. Er hatte schon wieder mächtig getrunken und wurde langsam aggressiv. Mittlerweile kannte sie das.

Seit 6 Jahren waren sie verheiratet. Es war damals -  man nennt es wohl so – Liebe auf den ersten Blick. Sie kannten sich damals nicht mal ein halbes Jahr, als sie zum Traualtar schritten. Die ersten Jahre verliefen wirklich gut. Er kam mit ihrer Tochter aus erster Ehe super zurecht, die beiden verstanden sich richtig gut. Sie waren eine richtige, kleine, glückliche Familie. Dann mußte seine Firma Bankrott anmelden und plötzlich stand er auf der Straße. Anfangs versuchte er noch eine neue Stelle zu finden, doch der Markt war schlecht und Jobs unter seiner Würde nahm er nicht an. Zunächst ging er jeden Tag aufs Amt, in der Hoffnung eine neue Stelle zu finden, dann ging er nur noch zweimal die Woche hin, dann nur noch einmal die Woche, am Schluß gar nicht mehr, nur noch zum Kiosk um die Ecke, um sich sein Bier zu kaufen. Seitdem saß er nur noch den ganzen Tag in der Küche und betrank sich.

„Diabetes kommt aus dem Kopf? Ja? Das glaubst Du wirklich? Du bist doch nicht mehr ganz dicht! Du hast ein Rad ab! Was ist mit Verdauungsproblemen? Kommen die auch aus dem Kopf?“

Selbstverständlich!“

„Du willst mir also wirklich erzählen, das Durchfall und Magenschmerzen durch ne Krankheit im Kopf kommen? Also wenn ich keinen Knacks habe, dann kann ich soviel saufen wie ich will und muß nicht kotzen und habe morgens auch keinen Bierschiss? Ich bitte Dich, was für eine Scheiße willst Du mir hier erzählen? Krank im Kopf bist Du! Wegen Deinem Schwachsinn, den Du hier verzapfst, muß ich trinken und bekomme Dünnschiss und nicht, weil -“

„Haltet endlich mal den Mund! Halloo, ich bin auch noch  da. Wie wäre es mit einem „Schön das Du da bist! Wie war Dein Tag?“ Aber nein, Ihr müsst euch ja mal wieder anschreien.“

„Mom, er glaubt mir nicht das es aus dem Kopf kommt. Sag Du es ihm.“

„Und was ist mit Grippe oder Rückenschmerzen. Die kommen auch aus dem Kopf? Du hast doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Du gehörst in die Klapsmühle. Jawohl!“ und dabei schlug er mit der flachen Hand auf den Tisch.

Mom er hat mich beleidigt. Tu doch was!“

„Sie hat recht“, sagte sie. Sie hatte endgültig genug von ihm. „Pack Deine Sachen und verschwinde von hier. Für immer!“

„Was? Ich soll verschwinden? Ihr spinnt doch beide!“

Verschwinde endlich! Sofort! Seit Monaten hängst Du nur noch hier rum und säufst den ganzen Tag. Beleidigst mich und meine Tochter. Verschwinde endlich! Ich kann Deine Scheißfresse nicht mehr ertragen.“

„Du blödes Miststück! Aber Du hast recht. Das ist sowieso das Beste was mir passieren konnte. Ihr beiden seid doch total verrückt. Ich wollte eh schon die ganze Zeit dieses Irrenhaus verlassen!“

Dann stand er auf und ging ins Schlafzimmer, wo er einen alten Koffer unter dem Bett hervor holte. Danach öffnete er die Schranktür und begann damit seine Hemden, seine Hosen, seine Strümpfe und seine Unterwäsche in den Koffer zu werfen. Als er damit fertig war, ging er ins Bad und schnappte sich sein Rasierzeug und seine Zahnbürste . Dann ging er zurück ins Schlafzimmer und legte sein Rasierzeug und die Zahnbürste in den Koffer und klappte diesen zu. Währenddessen stand sie die ganze Zeit mit ihrer Tochter im Arm im Türrahmen der Schlafzimmertür und beobachtete sein Treiben.

Dann ging sie zur Wohnungstür und öffnete diese. Danach ging sie zurück in die Küche, wo er mit seinem Koffer stand und schon wieder ihre Tochter beschimpfte: „Du Miststück! Du hast mir das alles eingebrockt mit deinen Spinnereien. Ich würde dich am liebsten...“

„Verschwinde endlich!“ schrie sie ihn an. „Da ist die Tür und jetzt mach das Du hier endlich verschwindest. Ich will Dich Scheißkerl hier nie wieder sehen!“ Zornig blickte er sie an. Dann griff er nach der Bierflasche die auf dem Küchentisch stand und trank sie in einem Schluck aus. Dann warf er sie mit voller Kraft gegen die Wand, an der die Bierflasche klirrend zerbrach.

„Kannst Du haben. Ich verschwinde aus diesem Irrenhaus, bevor ich hier noch wahnsinnig werde. Mich seht ihr nie wieder. Ohne euch bin ich besser dran.“ Dann ging er zur Wohnungstür. Im Türrahmen blieb er stehen und drehte sich um.

„Verschwinde endlich!“ schrie sie ihn wieder an.

Gelassen blickte er sie an. Dann erwiderte er:“ Ich verschwinde. Mich seid ihr für alle Zeiten los. Das eine will ich Dir noch sagen...“

Aber dann fiel ihm nichts ein...

                                                                       Falk Fatal

19.11.06 18:42


Gulasch für MacPom

Das Telefon läutet und am Apparat ist Gina Wild. Bevor sie richtig zu schnattern beginnen kann, falle ich ihr ins Wort und sage: Michaela, ich habe keine Zeit!"

So ist es ja oft, das Bekanntschaften, die unter Zuhilfenahme von Alkohol entstanden sind, dem nüchternen Auge des Betrachters nicht Stand halten können und einfach nur nerven. So auch bei Gina. "Bitte ruf mich nie wieder an. Ich lege jetzt auf", rate ich ihr noch hinterher und schon liegt mein Telefonhörer wieder auf seinem ihm angestammten Platz.

Bloß keine Ablenkung jetzt! Viel zu spannend ist es, was gerade in der Welt passiert und was das Fernsehen dazu berichtet.

Der Putsch in Thailand, der so schlimm ja nicht war, konnten die meisten den Präsidenten sowieso nicht leiden. Und die deutschen Touristen sind eh der Meinung, das im Puff oder auf dem KKinderstrich zuviel Demokratie nur stört. Und in Ungarn steht die Revolution kurz bevor, zumindest gehen tausende Nacht für Nacht auf die Straßen um zu demonstrieren und die Kreuzberger 1.Maikrawalle auf ungarisch zu imitieren. Und alles nur, weil der ungarische Präsident vor laufenden Kameras zugegeben hat, dem Volk vor der Wahl falsche Versprechungen gemacht bzw. es belogen zu haben. Man merkt, daß in Ungarn die Demokratie noch sehr jung ist. In Deutschland würde es nur ein müdes Lächeln hervorrufen, wenn Angela Merkel bei Sabine CHristiansen zugeben würde, das sie im Wahlkampf gelogen hat. Manch einer würde vielleicht noch rufen: "Ich habs doch schon immer gesagt bzw. gewusst!" Tja Ungarn, irgendwie süß.

Was dagegen überhaupt nicht mehr süß ist, sind so manche Reaktionen auf die Rede des Pontifex. Kirchen abfackeln ist ja noch ok, aber spätestens nach skandinavischem Death-Metal ein alter Hut und nicht mehr wirklich spannend, aber gleich eine Nonne erschiessen? Mann kennt das ja, die heißblütigen Muselmänner. Wahrscheinlich hatte das aber gar nichts mit dem Pontifex zu tun, sondern der herr Muselmann dachte vielmehr, das die Nonne eine Muslima war (liegt nahe, da zwischen einer Nonnenkluft und einer Burka kein so großer Unterschied besteht), die unverschleiert durch die Straßen spazierte und darüber eschauvierte sich der Muselmann so sehr, das er den REvolver zückte und die Ehre Allahs verteidigte. Das kann ja schon mal passieren, so eine Verwechselung.

Wie in MacPom, wo 7% eigentlich den Protest wählen wollten und ihr Kreuzchen dann bei der NPD machten. Aber auch das sollte man entschuldigen, schließlich ist die Demokratie auch in der ehemaligen Zone noch sehr jung und der unterkühlte Nordostdeutsche ist dann doch nicht so hitzig wie die randallierenden Ungarn. Der unterkühlte Nordostdeutsche geht nur auf die STraße, um sich bei Aldi oder dem nächsten Kiosk Bier zu kaufen und um unterwegs ein paar Kanacken zu klatschen. Da wurde die Demokratie und vor allem der Pluralismus noch nicht so recht verstanden. Die Ossis halt...

                             Falk Fatal, Wiesbaden, den 11.10.2006
 

17.11.06 08:38


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